Konfigurationsdatei httpd.confDiese Datei, sowie die beiden anderen Konfigurationsdateien auch, ist bereits weitgehend vorkonfiguriert, so daß man in der Regel nicht viel verändern muß.Der WWW-Daemon kann einerseits durch den inetd gestartet werden
oder als stand alone laufen. Letzteres erfordert für den Fall, daß
der Daemon beim Hochfahren des Rechners starten soll, ein Skript wie "Standalone"
in /etc/rc.local. Eher üblich ist allerdings die Stand-alone-Version,
weil der einmal gestartete Daemon nicht bei jedem Zugriff erneut die Konfiguration
einlesen muß.
PortnummerFalls Apache als Stand-alone laufen soll, wird eine Portnummer benötigt, auf der der Daemon lauschen soll. Die Voreinstellung ist:Port 80 Wenn eine abweichende Port-Nummer gewählt wird, so muß der
Aufrufer dem URL die Portnummer hinzufügen, z.B. http://www999.fht-esslingen.de:999/
bei gewählter Portnummer 999. Für die Probierphase ist eine von
80 abweichende Portnummer allerdings ratsam, damit kein Surfer unbeabsichtigt
auf die Testversion zugreift.
Zugriffsrechte des DaemonsBeim Eintrag User und Group werden dem Daemon Prozeß bestimmte Zugriffs-Rechte gegeben, nämlich die des angegebenen Users und der Group.User nobody
nobody muß natürlich auf dem System vorhanden sein. Email-Adresse des WebmasterWenn Probleme mit dem Daemon auftreten, wird eine Email an die Email-Adresse geschickt, die beim Eintrag ServerRoot angegeben ist. Hier sollte eine Änderung gemacht werden, um den Standard-Eintrag you@your.server zumindest zu ersetzen:ServerRoot root@localhost
Name des WWW-ServersServerName ist ein wichtiger Eintrag, in dem entweder ein gültiger Name stehen soll, der auch im Domain Name Service (DNS) oder in Network Information Service (NIS) eingetragen ist, oder zumindest "localhost", damit der Server im lokalen Modus angesprochen werden kann. Standardmäßig ist ServerName auskommentiert und mit new.host.name belegt.Beim Start des Daemon über inetd ist dieser Eintrag nicht nötig. Absoluter Pfad der KonfigurationsdateienDes weiteren ist die Pfad-Angabe eine wichtige Einstellung. Mit ServerRoot muß angegeben werden wo der Web-Server seine Konfigurationsdateien suchen soll, die von ihm benötigt werden. Dies ist normalerweise der EintragServerRoot /etc/http/
Virtuelle Web-Server einrichtenUm die Einstellungen bei VirtualHost muß man sich nur kümmern, wenn der eigene Server mehrere IP-Adressen bedienen soll. Wenn dies gewünscht ist, dann muß das Kernel-Modul ip_alias des httpd installiert sein.Das Verwalten mehrerer IP-Adressen des Apache Servers mit nur einer
Netzwerkkarte wird über virtuelle IP-Adressen realisiert. Der IP-Adresse
wird ein Host-Name zugewiesen, der dann im Abschnitt VirtualHost eingetragen
wird. Selbstverständlich muß es sich bei einer solchen IP-Adresse
ebenfalls um eine "fully qualified" Adresse handeln, wie immer, wenn es
um Adressierungen im Internet geht.
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